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Losung und Lehrtext für Donnerstag, 19. Oktober 2017:

HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief.
Lebt verwurzelt und gegründet in Jesus Christus und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.
 
(c) Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
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Dezember 2010

 

Gott begegnen

Weihnachten - Maria und Josef im Stall von Bethlehem. Das Kind in Windeln gewickelt in der Krippe. Dahinter Ochs und Esel. Die Hirten knien davor. Das Bild von Weihnachten ist uns vertraut. In dieser Geschichte sind Menschen Gott begegnet. Wir hören an Weihnachten: Gott kommt den Menschen ganz nah.

Gott ist unten. Die Hirten lebten auf dem Feld bei den Schafen. Enttäuscht von der Welt zogen sie sich zurück. Traurig fristen sie ihr Dasein. Ihnen erscheint ein Engel und bringt ihnen als erstes die frohe Botschaft: 

"Euch ist heute der Heiland geboren!"

                                Die Bibel. Lukasevangelium 2,11

Gott ist ganz da unten bei den Hirten. Er ist nahe bei Menschen, die nichts mehr vom Leben erwartet haben.

Gott ist tief innen. Tief in Marias Herzen. Trotz der widrigen Umstände, in der sie ihr Kind zur Welt bringen muss, hüpft ihr Herz vor Freude. So lesen wir in der Bibel. Maria lernt Gott kennen als einen Gott, der es vermag, Freude ins Herz zu geben.

Gott ist draußen. Nachdem die Hirten im Stall das Kindlein gesehen haben, kehren sie zurück in ihre Welt. Das Bild vom Kind vor Augen gehen sie gestärkt, mit erhobenem Kopf zurück in ihr Leben. Die Hirten sind Gott begegnet und sie spüren: Gott geht mit hinaus in die raue Welt.

Gott begegnen - auch an Weihnachten 2010. Gott ist unten, bei uns allen, die traurig sind, sich einsam fühlen, die ihren Platz im Leben nicht richtig finden. Gott kommt an Weihnachten auch in unser Leben, in unsere Enttäuschungen, in unsere Not, in unsere Traurigkeit.

Wir begegnen Gott an Weihnachten wie Maria, wenn unser Herz sich freuen kann - über gute Wünsche, über die Liebe, die wir spüren, über das Miteinander, ja, auch über Geschenke.

Und Gott wird bei uns sein, draußen im Alltag, der uns nach Weihnachten erwartet. Auf den Straßen, in den Bürogebäuden, in den Häusern und Schulen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Gott an Weihnachten begegnen, dem Gott, der nahe ist in aller Dunkelheit. Möge die Freude über die Geburt Jesu Ihr Herz erreichen - wie Maria damals. Mögen Sie gestärkt und zuversichtlich ins neue Jahr gehen - wie die Hirten damals.

 

Angela Lehmann