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Losung und Lehrtext für Mittwoch, 13. Dezember 2017:

Ich gab ihnen meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen.
Bewahre das kostbare, dir anvertraute Gut in der Kraft des heiligen Geistes, der in uns wohnt.
 
(c) Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
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April 2011

 

Erleuchtete Augen des Herzens

Manche sehen mehr als andere. Die Autos fahren vorüber. Die Erwachsenen eilen gedankenverloren vorbei. Doch das kleine Mädchen bleibt stehen. Es löst sich von der Hand seiner Mutter und hockt sich hin. Ganz nah will es den Käfer beobachten. Er schimmert in der Sonne herrlich blau. Mit welch einem Geschick er über die Steine klettert, die ihm im Weg liegen!

Manche sehen mehr als andere. Wie immer kommt der Mann zur Arbeit. Er führt Telefonate. Er arbeitet die Akten auf dem Schreibtisch durch. Doch ein Kollege hält in einem Gespräch mit ihm inne. Er spürt: Irgendetwas ist da. Als er nachfragt, hört er von der Sorge um die Ehefrau, die schwer erkrankt ist. 

Manche sehen mehr als andere. Mit den Augen. Und mit dem Herzen. Ein altes Gebet der Bibel erzählt davon:


Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens,
damit ihr erkennt,
zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.

                                                                       Die Bibel. Epheser 1,18

 

Wie nötig haben wir diese erleuchtenden Augen des Herzens! Wie sehr brauchen wir eine lichte Hoffnung im Herzen. Die Hoffnung auf einen Gott, der weiter sehen kann als unsere Augen. Wie sehr brauchen wir eine Hoffnung auf den Gott, der Wege weiterführt ... gerade da, wo unsere Augen nur noch ein Ende sehen: Gott sieht das Ende des Streites und ermöglicht Vergebung.  Gott schenkt Kraft in der Krankheit und Menschen, die mittragen. Gott führt durch die Nacht des Todes hindurch zum Leben in Ewigkeit. Am Ostermorgen wird uns dieses hoffnungsvolle Licht der Auferstehung berühren. Dazu sind wir berufen: Das ist unsere Hoffnung – ein Gott, der weiter sieht, weiter führt, weiter hilft!

 

Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens,
damit ihr erkennt,
zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.

 

Manche sehen mehr als andere. Mit den Augen. Mit dem Herzen. Mögen Sie in den Tagen, die da kommen, mit erleuchteten Augen des Herzen sehen können. Möge Gott Ihnen einen hoffnungsvollen Blick auf dieses Leben schenken, in dem er uns nahe ist ... nur ein Gebet weit entfernt.

Gott befohlen, Ihre Pfarrerin Angela Lehmann