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Losung und Lehrtext für Donnerstag, 19. Oktober 2017:

HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief.
Lebt verwurzelt und gegründet in Jesus Christus und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.
 
(c) Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
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August 2011

 

Tradition

Die drei Kirchenvorstände in unserem Kirchspiel Borken, Freudenthal und Pfaffenhausen denken in diesen Tagen über ihre Gottesdienste nach: Wie wollen wir Gottesdienst in den nächsten Jahren miteinander feiern? Wann wollen wir diese Gottesdienste feiern? Wer gestaltet und wirkt bei diesen Gottesdiensten mit?

Dabei merken wir, dass es um Traditionen, ja, um Gewohnheiten geht, mit denen jeder von uns andere Erfahrungen macht. Dieses Nachdenken bedeutet, Liebgewordenes neu zu überdenken, Altes zu prüfen, Neues auszuprobieren und auch wohl manchen Umweg zu gehen. Mut ist hier gefragt, Mut aufzubrechen,Mut Altes zu bewahren, Mut, Neues zu wagen.

Eine kleine Geschichte dazu.

Ein junges Paar ist frisch verheiratet. Zum Weihnachtsfest wollen die beiden ein Kaninchen braten. Bevor die Frau das Kaninchen in den Schmortopf legt, schneidet sie die beiden Hinterläufe ab und legt sie extra in den Topf. "Warum machst du das?", fragt ihr Mann interessiert. "Das muss so sein. Meine Mutter macht das auch immer so." Daraufhin fragt der Mann seine Schwiegermutter, warum sie das tut. "Ich weiß nicht", antwortet die, "aber meine Mutter macht das auch so." Also fragt der Mann die Großmutter: "Warum legst du die Hinterbeine extra in den Topf?" "Ganz einfach", antwortet sie, "mein Schmortopf ist so klein, dass der ganze Braten nicht hineinpasst." (aus: Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten, S. 36)

Mögen wir in den Gemeinden als Kirche Jesu Christi den Mut haben, unsere Traditionen zu befragen, um Altes und Wichtiges zu bewahren und um Neues und Richtungsweisendes zu wagen.

Angela Lehmann