skip to content
Losung und Lehrtext für Mittwoch, 13. Dezember 2017:

Ich gab ihnen meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen.
Bewahre das kostbare, dir anvertraute Gut in der Kraft des heiligen Geistes, der in uns wohnt.
 
(c) Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier

 

Besuchen Sie auch die Internetseite unserer Landeskirche

www.ekkw.de

Februar 2011

 

Trotziger Glaube

Der Streit beschleicht kalt das Herz. Die Trauer verdunkelt den Tag. Die Krankheit belastet schwer die Gedanken.

Dennoch bleibe ich stets an dir;
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.

                                                                   Die Bibel. Psalm 73,23

Worte aus Psalm 73 – lange vor unserer Zeit gebetet. Vertrauensvolle Worte werden an Gott gerichtet. Sie erzählen von einem tiefen Vertrauen zu Gott, dem Vater im Himmel. Sie sind zu Gott gesprochen, der mich spürbar hält und der mich wie eine Mutter an der Hand führt, so dass ich meinen Weg durchs Leben finde.

 

Dennoch bleibe ich stets an dir;
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.

 

Diese alten, vertrauensvollen Worte des Gebets beginnen mit einem „dennoch“. Einem trotzigen, einem starken Wort, hinter dem wohl so manch eine Enttäuschung, Last oder Leiden stehen. Dieses „dennoch“ ist ein mutiges Wort, das gegen die schweren, dunklen Erfahrungen des Lebens aufsteht.   

Dieses trotzige Wort „dennoch“ ist der Überlebenswille der Erinnerung: Ich will nicht die Momente vergessen, in denen ich die Nähe Gottes gespürt habe. Ich will mich an die Hand Gottes erinnern, die mich gehalten hat. Da war doch Gott – als ich Mut fand, nötige und ehrliche Worte zu sprechen. Da war doch Gott – als der Freund mich still und sacht umarmte. Da war doch Gott – als wir von Herzen, befreiend lachen konnten.

 

Dennoch bleibe ich stets an dir;
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.

 

Hoffnungsvolle Worte aus Psalm 73. Es ist die Hoffnung auf Gottes verlässliche, starke Hand, die mich morgen hält. Mögen auch Sie mit viel Mut dieses „dennoch“ beten. Ein zuversichtliches „dennoch“ in der Kälte des Streites, im Dunkel der Traurigkeit und in der Schwere der Krankheit.

Gott befohlen, Ihre Angela Lehmann